Niedersfeld

Niedersfeld von Nordwest

Niedersfeld ist seit 1975 ein Ortsteil von Winterberg. Das Dorf hat rund 2000 Einwohner. Davon gut ein Fünftel als Zweitwohnungsbesitzer, die dort Ferienwohnungen oder -häuser haben. Niedersfeld wurde 1329 erstmals urkundlich erwähnt.

Niedersfeld ist auch der erste Ort an der noch jungen Ruhr. Wasser prägt das Dorf - auch durch den Hillebachsee. Durch ihn hat Niedersfeld unter allen Winterberger Ortschaften eine herausragende Stellung.

Der Hillebachsee ist ein Stausee. Er ist Nordrhein-Westfalens am höchsten gelegener See. Gespeist wird er vom Hillebach. An dem See gibt es eine Badebucht, Angelmöglichkeiten, einen Tretboot-Verleih, Minigolf-Platz, Fußball- und Kinderspielplatz. Sie können auf dem See zum Beispiel auch surfen. Um den See geht ein asfaltierter Weg, der sich gut zum Inline-Skaten eignet. Seit einigen Jahren ist der Weg auch nachts beleuchtet und lädt so zum Abendspaziergang ein.

Bank am Hillebachsee

Kommt der Besucher von Norden - also von Olsberg - in den Ort, so fährt er am Ortseingang rechts an einen Sägewerk vorbei. Auf der linken Seite steht ein Wasserrad. Es ist eines der Wahrzeichen von Niedersfeld und steht für die traditionelle Nutzung der Wasserkraft im ersten Dorf an der Ruhr.

Noch heute wird die Wasserkraft hier genutzt. So wird zum Beispiel Strom erzeugt und es gibt bis heute eine Wassermühle in der Ortsmitte von Niedersfeld. Die Schleimer Mühle wird durch die Wasserkraft von Ruhr und Hille angetrieben. Sie wurde schon in der Türkensteuerliste 1565 erwähnt. Noch heute wird hier Korn gemahlen. Besichtigen kann man die Mühle auch und zwar immer montags um 15 Uhr. Dann wird auch das Wasserrad angestellt und der Besucher kann die Mühle in Aktion erleben.

Schleimer Mühle von außen Schleimer Mühle innen

Mitten im Ort steht die Sankt Agatha Kirche. Sie ist 1888 im neugotischen Stil enstanden. Die Pfarrgemeinde St. Agatha Niedersfeld gehört heute zum Pastoralverbund Winterberg-Nord. Dieser entstand wegen des Priestermangels im Erzbistum Paderborn.

Sankt Agatha Kirche Niedersfeld

Die Infrastruktur in Niedersfeld ist aber noch immer gut. So gibt es einen kleinen Supermarkt, einen hervorragenden (Bio-)Metzger, zwei Bäcker, eine Gemüsescheune, einen Imker-Laden, eine Tourist-Info, Tennis- und Fußballplätze, eine Dorfhalle, eine Kartbahn usw. usw.

Im alten Pfarrheim (Alter Schulweg 1) ist ein Teil der Heimatstube Niedersfeld untergebracht. Kernstück der Ausstellung ist hier ein Webstuhl von 1800. Der Flachsanbau war bis 1929 in Niedersfeld ein wichtiger Erwerbszweig. Die Frauen waren für die Aussaat verantwortlich und sie verarbeiteten auch die Pflanzen.

Die weitere Dauerausstellung der Heimatstube ist im gleichen Haus wie die Touristinformation (Josefsweg 1) untergebracht. Hier wird die 100-jährige Geschichte des Tourismuss in Niedersfeld dargestellt. Außerdem gibt es eine Mineralienausstellung und eine kleine naturkundliche Abteilung.

Schild Ortseingang Niedersfeld

Schön ist auch, dass Niedersfeld ein Knotenpunkt beim Bussystem ist. So kann man leicht nach Winterberg, Olsberg oder Brilon, aber auch nach Medebach kommen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag fahren auch Nachtbusse von und nach Niedersfeld. Mit einer Kurkarte kann man die normalen Busse kostenlos benutzen. Für die Nachtbusse wird nur der Nachtzuschlag fällig.

Besonders schön ist aber vor allem die Natur um Niedersfeld. Sie lädt zu Wanderungen und Spaziergängen ein. Dabei gehört die Hochheide - das Naturschutzgebiet Neuer Hagen - zu den Höhenpunkten eines jeden Niedersfeld-Besuchs. Die knapp 76 Hektar große Niedersfelder Heide ist das größte zusammenhängende Hochheidegebiet Deutschlands. Besonders schön ist die Blütezeit im August, aber ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit:

Hochheide im August Hochheide im Winter

Aber auch abseits der Hochheide gibt es viel zu entdecken: Ruhige Täler mit kleinen Bächen, Waldstrecken, die Kneipp-Anlage und immer wieder tolle Aussichtspunkte wie den Clemensberg auf fast 840 Meter Höhe (von hier kann man bei guter Sicht sowohl den Ettelsbergturm bei Willingen als auch Winterberg und den Kahlen Asten sehen). Ich mag zum Beispiel das Borbecke-Tal besonders gern. Hier hört man die Vögel zwitschern und der Bach plätschert. Durch das Borbecke-Tal kann man auch zum Rothaarsteig aufsteigen. Doch anders als dort ist man in diesem wunderbaren Tal mit Weitsicht meistens alleine unterwegs.

Grillplatz Borbecke Idylle an der Wassermühle

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